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Udo Lindenberg trauert um "großen Bruder" Fritz Rau

Hamburg - Mit bewegenden Worten hat Rockmusiker Udo Lindenberg (67) am Dienstag auf den Tod von Konzertveranstalter Fritz Rau reagiert.

«Ein letztes Ahoi, mein Abenteurer-Freund und großer Bruder Fritz Rau. Du warst immer schon ein Pionier - jetzt reist du schon mal vor, irgendwann folg ich dir...», schrieb Lindenberg am Dienstag in Anlehnung an seinen Songtext «Stark wie Zwei».

«Brian Jones, Janis Joplin, Jimi Hendrix, Amy (Winehouse), Kurt (Cobain) und Michael (Jackson). Mach die Bühnen klar, Fritze, da oben - hinter den Sternen - the show goes on», schrieb er in einer Mitteilung.

Rau war am Montag im Alter von 83 Jahren gestorben. «Du bleibst immer dabei - stark wie zwei», meinte Lindenberg. «Du bist nicht von uns gegangen - du bist nur vor uns gegangen. Für immer - dein kleiner Bruder Udo L.»

Quelle: dpa, 20.08.13

 

 

 

 

 

 

«Die Akte Lindenberg» wird in Potsdam geöffnet

Potsdam (dpa) - Panikrocker Udo Lindenberg hatte jahrelang für seinen Auftritt am 25. Oktober 1983 in Ost-Berlin gekämpft. Was damals hinter den Kulissen geschah, ist nun in der Villa Schöningen in Potsdam zu sehen.

Fernsehmoderator Reinhold Beckmann hat «Die Akte Lindenberg - Udo und die DDR» geöffnet und daraus mit Falko Korth einen Dokumentarfilm gedreht. Sänger und Moderator präsentierten das Werk am Montag, das fortan die Dauerausstellung zur deutsch-deutschen Teilung ergänzt. Neu hinzugekommen ist auch die Videoinstallation «Das Leben im Todesstreifen» des Berliner Künstlers Stefan Roloff.

Beckmann hatte Lindenberg 1983 als Ton-Assistent für die ARD nach Ost-Berlin begleitet. Es war das einzige Konzert, das der inzwischen 67-Jährige damals in der DDR geben durfte. Vor allem mit seinem Song «Sonderzug nach Pankow» hat sich der Altrocker ein Denkmal in der deutsch-deutschen Geschichte gesetzt.

Die Villa Schöningen ist nur einen Steinwurf von der nach Berlin führenden Glienicker Brücke entfernt. Sie liegt damit an der früheren Grenze von Ost und West. 2007 erwarben der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, Mathias Döpfner, und der Manager Leonhard Fischer das Haus. Seit 2009 ist dort die Dauerausstellung zu sehen.

Quelle: Gäubote, 19.08.13

 

 

 

 

 

 

Das Doku-Event "Ich mach mein Ding! 40 Jahre Udo Lindenberg" am 21.9. um 20:15 Uhr

Köln – Er ist der Begründer der deutschen Rockmusik, spielte das Schlagzeug in der Titelmusik des “Tatort”, war Zeit seines Lebens politisch engagiert, ist Mastermind des Musicals »Hinterm Horizont«, Maler und Erfinder der Likörelle: Udo Lindenberg. Seit seinem großen Durchbruch mit dem “Panikorchester” und dem Album “Alles klar auf der Andrea Doria” im Jahr 1973 ist der heute 67-Jährige aus dem deutschen Musikgeschäft nicht mehr wegzudenken. Anlässlich dieses 40-jährigen Jubiläums zeigt VOX am 21. September um 20:15 Uhr das Doku-Event “Ich mach mein Ding! 40 Jahre Udo Lindenberg”. Die vierstündige Dokumentation gibt die Karriere des Panik-Rockers wieder – mit allen Höhen und Tiefen. In einem exklusiven Interview wirft Udo Lindenberg hier selbst einen Blick auf sein bewegtes Leben: Er berichtet über seine Kindheit in Gronau, seinen Wunsch Radrennprofi zu werden und seine Vorliebe für grüne Socken sowie über seine Beziehung zu “Lady Whisky” und zu seinen “Komplizinnen”. Die XXL-Dokumentation zeigt außerdem die Anfänge seiner musikalischen Karriere, den großen Durchbruch, seine intensiven Bemühungen im Ost-West-Konflikt, seinen tiefen Fall und sein großes Comeback 2008. Zusammen mit zahlreichen Interviews, exklusiven Fotos aus seinen privaten Fotoalben und selten gesehenen Super 8-Filmaufnahmen entsteht so eine Dokumentation, die nicht nur den Werdegang des 67-Jährigen wiedergibt, sondern auch dem Menschen Udo Lindenberg so nahe kommt wie nie zuvor.

Udo baut Bühne im Schlosshof auf

Das Lindenberg-Konzert ist von der Augustusburger Schlosskirche auf den Innenhof verlegt worden

Augustusburg. Die Nachricht dürfte selbst die härtesten Lindenberg-Fans vom Hocker hauen. Das Konzert des Rockmusikers am Freitag in Augustusburg findet nicht wie geplant in der Schlosskirche statt, sondern wurde kurzfristig in den Innenhof des Schlosses verlegt. Ursprünglich sollte der Auftritt in der Kirche auf einer Leinwand auf dem Schlosshof übertragen werden. So wird aus dem Clubkonzert für 260 (mehr oder weniger geladene) Gäste ein Open-Air-Erlebnis für über 3000 Fans. Also auch all jene, die "nur" eine Karte für den Innenhof haben, werden den Panik- Rocker live erleben können. "Hi, Leute. Happy Augustusburg! Ich spiele für Euch im Innenhof, für alle! Ahoi und bis dann", schickte Lindenberg schon mal einen Gruß an seine Fans voraus.

 

Grund für die Verlegung war der "wahnsinnige Run auf die Karten für das Konzert in der Kirche", teilte Andrea Rook, Pressesprecherin der Schlossbetriebe, gestern mit. Udo Lindenberg habe sich deshalb gewünscht, dass das Konzert im Innenhof des Schlosses vor einem größeren Publikum stattfindet. "Wir sind dem Wunsch von Udo Lindenberg sehr gern nachgekommen", sagte Schlosschefin Patrizia Meyn. "Es wird ein ganz besonderer Tag für uns alle auf Augustusburg."

Allerdings kommt auf die Geschäftsführerin der Schlossbetriebe und ihr Team durch die Verlegung ein ganzes Stück an Mehrarbeit zu. "Es muss eine größere Bühne aufgestellt werden, zudem ist fürs Außengelände andere Technik erforderlich", erläuterte Patrizia Meyn. "Der Schlosshof bebt bereits", schmunzelte sie gestern.

Neben einem großen Medienrummel - unter anderem haben sich mehrere TV-Teams angesagt - erwarten die Veranstalter am Freitag auch volle Straßen rund um das Biker-Schloss - nicht zuletzt durch die zahlreichen Baustellen, Sperrungen und Umleitungen in der Region. Die Veranstalter bitten deshalb die mit eigenem Fahrzeug anreisenden Gäste, rechtzeitig zu kommen und sowohl für die Parkplatzsuche als auch den Zugang zum Schlossberg ausreichend Zeit mitzubringen.

"Wir haben in den vergangenen Tagen viel erreicht, das Angebot an Parkplätzen zu erweitern", erklärte Patrizia Meyn. In Absprache mit der Stadt Augustusburg wird in der Nähe der Schlossauffahrt eine Einbahnstraßenregelung gelten, die das Parken am Straßenrand ermöglicht.

Einbahnstraßenregelung in der Nähe der Schlossauffahrt

Parken: Aus Sicherheitsgründen ist die Schlossauffahrt am Freitag ganztägig gesperrt. Eine Auffahrt ist nur für Schwerbehinderte und Fahrzeuge mit Sondergenehmigung möglich. In Absprache mit der Stadt Augustusburg wird in der Nähe der Schlossauffahrt eine Einbahnstraßenregelung gelten, die das Parken am Straßenrand ermöglicht. Folgende Parkmöglichkeiten stehen zur Verfügung: "Am Steinbruch" an der Schlossauffahrt, Sommerrodelbahn, Lucas-Cranach-Straße, Waldstraße, Bottichberg, Haltepunkt Erdmannsdorf.

Die Drahtseilbahn erweitert ihren Fahrbetrieb bis 18 Uhr, um die Gäste nach Augustusburg zu bringen. Sie hat erneut zwischen 20 und 22 Uhr geöffnet, um die Gäste wieder zum Parkplatz zurückzubringen.

Karten: Laut Schlossbetrieben gibt es noch wenige Restkarten. Die Tickets können heute ab 9 Uhr zum Preis von 14 Euro unter Telefon 037291 38018 erworben werden. Ohne Eintrittskarte ist eine Anreise zwecklos, teilt der Veranstalter mit.

Veranstaltungsbeginn ist 18 Uhr, Einlass ab 16.30 Uhr.

Quelle: Freie Presse, 15.08.12

Udo-Lindenberg-Ausstellung wird aufgebaut

Augustusburg. Die Vorbereitungen für die Wanderausstellung über Musiker und Maler Udo Lindenberg gehen in die heiße Phase: Von Montag an wird „UDO. Die Ausstellung“ im Schloss Augustusburg aufgebaut.

„Ein Großteil der Exponate ist schon vor Ort, einige werden noch angeliefert“, sagte ein Mitarbeiter. Vom 18. August bis zum 11. November gewährt die Schau Einblicke in das Leben des inzwischen 66 Jahre alten Panikrockers.


Auf rund 650 Quadratmetern sind Fotos, Liedtexte, Instrumente, Fan-Gaben, Interviews sowie „Likörelle“ - mit alkoholischen Getränken gemalte Bilder - zu sehen. Die rund 500 Exponate werden in 14 nach Lindenbergs Songs benannten Räumen gezeigt.


Augustusburg ist die dritte Station der Wanderausstellung, die zuvor nur auf Schloss Neuhardenberg in Brandenburg und im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe zu Gast war. Sein künstlerisches Gastspiel in Sachsen wird Lindenberg am 17. August mit einem Clubkonzert einleiten.
 
Quelle: Sächsische Zeitung, 04.08.12

Stern: Udo Lindenberg kommen bei eigenen Songs fast die Tränen

 

Hamburg (ots) - Udo Lindenberg war bei seinem MTV-Unplugged-Konzert, das am 16. September auf CD erscheint, vor Rührung zum Weinen zumute. "Manche Lieder klingen akustisch so berührend, dass mir selber fast die Tränen kamen", erzählt der Musiker in der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins stern.

Es gäbe mittlerweile an die 700 Lindenberg-Songs. "Wir sind ja schon lange dabei und waren erschreckend produktiv. Trotz aller Exzesse, bei denen man schön besoffen unterm Mischpult lag. Das wundert mich manchmal selber, wie viel da entstanden ist", erzählt der Panikrocker.

Unvergessen seien die 15 Schnäpse bei seinem ersten Auftritt in der Hamburger Musikhalle. "Da waren die ganzen Plattenbosse da. Die dicken Scheinwerfer blenden, ich greife neben das Mikrofon und knall dann auch noch hin und reiß das Stativ um. Das Mikro fliegt aus der Halterung und mir genau vor den Mund, genau auf Einsatz. Da haben die Leute gedacht: Das muss der Monate geübt haben. Dabei war es schiere Besoffenheit."

Originaltext: Gruner+Jahr
 

Quelle: fn, 31.08.11

Er sang Löcher in den Beton

 

Wie Panikrocker Udo Lindenberg den Wall niederjodelte und Honecker in Verlegenheit brachte

 

Bis heute ist er einer der beliebtesten Musiker der Gesamtdeutschen. Früher als andere rockte er gegen das inhumane Beton-Schandwerk.

Die Überwindung der Teilung wurde schnell zu einem der zentralen künstlerischen wie menschlichen Anliegen Lindenbergs (66). Anfänglich als Schlagzeuger bei Klaus Doldingers Jazzband "Passport" in Diensten, schaffte der gelernte Kellner aus dem westfälischen Gronau 1973 mit "Alles klar auf der Andrea Doria" den Durchbruch und wurde bald in West wie Ost verehrt: Einen wie den lässig nuschelnden Udo, halb Volkssänger, halb Liedermacher, mit klugen, verständlichen Texten, dazu ein bisschen frech, ein bisschen kokett, hatte es bis dahin nicht gegeben. Dass seine Musik auch in der DDR gehört wurde, wusste Lindenberg, bekennender Sozialdemokrat und Freund Willy Brandts, natürlich.

 

 

 

Udo Lindenberg plant für 3. Oktober "Sonderzug von Pankow"

(rpo). Exakt 20 Jahre nach dem Entstehen des Hits vom "Sonderzug nach Pankow" plant Udo Lindenberg eine symbolträchtige Aktion zum Tag der Deutschen Einheit. Bunt bemalte Reichsbahn-Waggons sollen von Berlin-Pankow nach Magdeburg fahren - mit allerlei Prominenten an Bord. Ein "Sonderzug aus Pankow" soll am 3. Oktober mit dem Panik-Rocker eine "Frustmauer" durchbrechen. Das berichtet das Hamburger Magazin "Stern" in seiner neuen Ausgabe. Eine Original-"Taiga-Trommel"-Lokomotive soll die von Lindenberg bunt bemalten Reichsbahn-Waggons von Berlin-Pankow nach Magdeburg ziehen. Wenn der Zug durch die "Frustmauer" aus Pappquadern rollt, werden viele Prominente an Bord eingeladen sein: Sportler und Stars wie Boris Becker, die Klitschkos, Eric Burdon und die Scorpions. Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder soll dabei sein, wie das Blatt berichtete. Im Anschluss Konzert mit Nena Nach der Ankunft in Magdeburg feiern Lindenberg und sein Panik-Orchester mit dem Openair-Konzert "Udo & Friends" ihr 30-jähriges Bandjubiläum. Dabei will laut "Stern" auch Nena auftreten. Der erste Hit von Udo Lindenberg und seiner Band war 1973 "Andrea Doria". Der Song "Sonderzug nach Pankow" entstand 1983. Er handelt davon, dass Lindenberg sich jahrelang vergeblich um eine Auftrittsgenehmigung in der DDR bemüht hatte. In seinem Lied sprach er den DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker direkt an: "Och Erich ey, bist Du denn wirklich so ein sturer Schrat/warum lässt Du mich nicht singen im Arbeiter- und Bauernstaat?" Das Lied wurde auch in der DDR ein Hit, und Lindenberg erhielt eine Auftrittsgenehmigung in der DDR. Lindenberg schickte Honecker eine Lederjacke, und "Honni" bedankte sich mit einer Schalmei. Zur Wendezeit erhielt Lindenberg 1989 das Bundesverdienstkreuz am Bande und den DDR-Orden "Aktivist der Sozialistischen Arbeit".

Quelle: rp-online, 27.08.03